Alles von hier

Mit der Kamera Geschichten erzählen Sie hat das Auge für den richtigen Moment, für die all die kleinen und schönen Dingen des Lebens. Es geht ihr nicht um modischen Lifestyle oder flache Porträts, sondern um das Einfangen individueller, bisweilen auch markanter Schönheit. Und ist verliebt in Mallorca und seine Natur. Die Balerareninsel hat es ihr angetan, wunderbare Augenblicke und Erlebnisse sind dort entstanden. Andrea Melüh hat sie alle mit ihrer Kamera festgehalten – so wie auch das Titelfoto der aktuellen Myilands-Ausgabe. Lange ist die Fotografin, die im Rheingau ein eigenes Studio betreibt, zwischen Rheingau und Mallorca gependelt. Kein Wunder, denn dort hat sie ihren Mann kennengelernt – und wo die Liebe hinfällt… Wann immer es möglich ist – ob privat oder geschäftlich – zieht es die Frau mit dem scharfen Auge für Form, Farbe und Komposition auf die Insel. Neben der Landschafts- und People-Fotografie schreibt die vielseitige Kreative zudem Wander- und Ausflugsblogs. (www.melueh-fotografie.de)

Spargelstechen Der wilde, grüne Spargel wächst im Frühjahr vor allem an Weges-, Wiesen oder Feldrändern. Man sollte also Ausschau halten nach knackig grünen Wiesen oder frisch gesäten Feldern. Am ehesten wird man in der Inselmitte, rund um Llucmajor, im Südosten in der der Gegend um Sa Pobla fündig. Der Spargel hat lange grüne Stängel, die vor dem Kochen großzügig gekürzt werden müssen, weil sie meist recht holzig sind. Am besten schmeckt er ganz frisch und selbst gepflückt, doch wem die Suche zu mühsam ist, findet die Delikatesse auch auf den Wochenmärkten oder in der Markthalle in Palma. Am besten man blanchiert ihn kurz in einer Mischung aus Wasser und Milch, damit die Bitterstoffe herausgezogen werden. Dann Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und einige Speckwürfel kurz andünsten, den abgetropften Spargel dazugeben und kurz mit braten.

TOMATEN VOM WOCHENMARKT
An jedem Tag der Woche findet auf Mallorca ein Wochenmarkt statt. Freitags lohnt sich ein Abstecher in den kleinen, historischen Ort Binissalem. Dort auf dem Plaça de la Igelsa findet einer der ursprünglichsten Obst- und Gemüsemärkte der Insel statt. Schon früh morgens kommen die Bauern aus der Umgebung und türmen ihre frische Ernte auf. Neben dem Angebot an frischen regionalen Produkten ist er vor allem auch ein wahres Tomatenparadies. Einen Parkplatz sucht man sich am besten in den kleinen Gassen rund um den Markt oder stellt das Auto an der Hauptstraße ab. Man kann auf dem Weg zum Wochenmarkt an typischen Steinhäusern und versteckten Plätzen von Binissalem vorbeischlendern und in die kleine Kirche Iglesia de Santa Maria Robines gehen.

Die Schlacht von Sóller Es war der 11. Mai 1561 als die Einwohner von Sóller ihren Sieg über die Korsaren feierten. Die große Schlacht wird jedes Jahr traditionsgerecht nachgestellt: Mit ankommenden Piraten, jeder Menge Kanonen am Strand und zahlreichen Scharmützeln, die sich bis in die Stadt ziehen – ein aufregendes Spektakel. (www.ajsoller.net)

Star unter den Friesenmöbeln Ganz auf Holz getrimmt: Seit 1987 fertigt die Tischlerei Kühl unter der Regie von Familie Sievers typische Sylter Haustüren, Fenster, Gartentore, Zäune und vor allem feinstes Friesenmobiliar. Björn Sievers, Tischlermeister und Chef des Handwerksbetriebs, arbeitet die robusten Möbel ausschließlich aus wetterbeständigem, feinporigem Sipo-Mahagoni. (www.friesenmoebel-sylt.de)

Neue Leichtigkeit Geld bezahlen für kulinarische Enthaltsamkeit? Auf Sylt, wo die genüsslichen Verlockungen an jeder Ecke lauern? Klingt schon etwas absurd. „Fasten ist nicht Hungern. Es ist der freiwillige Verzicht auf Nahrung, um den Körper von Giftstoffen zu befreien und Heilungsprozesse in Gang zu setzen“, sagt Heike Werner, Betreiberin des Fastenhauses im ruhigen Süden von Westerland. Ihre Mutter Ulla war im Jahr 1992 die erste, die Fastenwandern auf der Insel anbot. Zehn Jahre später gründete sie gemeinsam mit ihren Kindern ein Fastenhaus. Und seitdem heißt es dort Fischbrötchen und Fünf-Gänge-Menü ade: Auf Sylt gewinnen gesundheitsbewusste Urlauber eine neue Leichtigkeit. (www.fastenwandern-sylt.de)

Alles Leder oder was? Ursprünglich war „Matchless“ ein 1899 gegründeter Motorrad- und Autohersteller aus London – im Jahr 2006 kaufte der Besitzer der Modefirma „Belstaff“ die Rechte. Seither verkauft das Label vor allem Lederjacken. Bei der Werbung helfen Promis, die sich gern in „Matchless“-Jacken zeigen. Wer auf Vintage-Motorräder und Passendes aus kernigem Leder steht, kann ein Pit-Stop in Kampen einlegen, wo die Different Fasion Gruppe im Braderuper Weg einen Matchless-Store betreibt. Als bekennender Sylt-Liebhaber lässt sich dort auch gern Fußballtrainer Jürgen Klopp blicken. (www.different-fashion.com)

Kompakt mit vielen Infos Man kann sich in Schlick einpacken lassen, sich ein Rasul-Bad gönnen oder sich einer Hawaii-Massage unterziehen – auf Sylt herrscht an Wellness-Angeboten wahrlich kein Mangel. „Was überrascht“, sagt Dirk Thomsen, „denn eigentlich sind sie gar nicht notwendig. Das Entspannendste auf Sylt ist ein schlichter Strandspaziergang.“ Und weil das so ist, nimmt der geborene Hamburger mit einem erklärten Hang zum Eiland den Leser an die Hand. Mit Infos gespickt hat Thomsen seinen Reiseführer „Sylt“ komplett überarbeitet und erweitert, der in der 5. Auflage im Michael Müller Verlag neu erschienen. (www. michael-mueller-verlag.de)