Anne-Cathrin und Fritz Krause setzen sich wie viele andere ein für die „Stiftung Küstenschutz Sylt“ // Fotos © FRITZ KRAUSE

Genau zehn Jahre ist es her, dass der damalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in Kiel als Schirmherr das Startzeichen gab für eine bemerkenswerte Bürgerinitiative. Mit der „Stiftung Küstenschutz Sylt“ schufen engagierte Inselbewohner eine Möglichkeit, mit Hand anzulegen, um den Gefahren von Sturmfluten und weiteren drohenden Folgen des Klimawandels zu begegnen.

Seither ist eine Fülle privater Anstöße entstanden. „Ich bin Sylterin. Mir liegt die Zukunft unserer Insel am Herzen, ebenso wie der Erhalt unseres Wattenmeeres. Und ich bin froh, dass viele junge und ältere Sylter und Sylt-Gäste inzwischen aktiv mithelfen“, sagt beispielsweise Anna-Cathrin Krause, Geschäftsführerin beim Westerländer Juwelier Fritz Krause. Als regelmäßiger Kooperationspartner der Stiftung darf das Unternehmen mit dem Logo der Stiftung werben.

Anna-Cathrin Krause hat 2010 den „Footprint“ gestaltet, goldene „Fußabdrücke“, als exklusives Schmuckstücke an der Halskette oder am Armband zu tragen. „Das ist eine schöne Erinnerung an die Urlaubswanderungen durchs Watt und über den Strand. Bei jedem Verkauf eines ‚Footprint‘ erhält unsere Stiftung einen Anteil vom Erlös“, sagt sie. „Daraus wurde ein richtiger Erfolg“ - vor allem auch für die Stiftung Küstenschutz: „An jedem Jahresende rechnen wir ab – und jedes Mal ist bisher ein Betrag von rund 4000 Euro für die Stiftung dabei herausgekommen.“ Inzwischen denkt Anna-Cathrin Krause übrigens über das Design für ein weiteres Schmuckstück zu Gunsten der Stiftung nach – Premiere eventuell noch in diesem Sommer. Der Phantasie scheinen dabei fast keine Grenzen gesetzt: Zahlreiche weitere Sylter haben sich wie Frau Krause dem Küstenschutz verschrieben.

BEISPIELE AUS DEN VERÖFFENTLICHUNGEN DER STIFTUNG:

DB AutoZug Syltschützer-Ticket
Wer am Ticketautomaten für den DB-SyltShuttle eine entsprechende Taste drückt, spendet zugleich für die Stiftung. Allein im ersten Halbjahr 2016 sind auf diesem Weg über 40.000 Euro zusammen gekommen.

Getränke Möller, Tinnum
Für jede Kiste mit Getränkeflaschen ist ein Spendenbeitrag an die Stiftung gegangen.

Reese & Balters GbR
hat einen Armreif „Ginflut“ hergestellt und auf der Insel vertrieben – mit Spendenanteil.

Bayk AG
Das Unternehmen hat ein E-Bike produziert, das nun (mit Spendenanteil) auf der Insel verkauft und vermietet werden soll.

Fine Instrument GmbH
Das Unternehmen hat einen hochwertigen Seesack im Rahmen eines Projektes „Dünenschutz“ hergestellt, der nun auf Sylt mit Spendenanteil verkauft werden soll.

Sylt-Air-GmbH
Für jedes verkaufte Flugticket wird das Unternehmen einen Euro an die Stiftung überweisen.

Syltfisch GmbH
Ein eigens entwickelter Syltfisch-Aufkleber soll verkauft werden und pro Stück 0,42 € für die Stiftung einspielen.

Insgesamt waren zum Saisonende 2016 mehr als 1,009 Millionen Euro Spenden auf dem Konto der Stiftung Küstenschutz verzeichnet. Darunter waren über 106.000 Euro, die für den Zweck Hochwasserschutz in Keitum gebunden waren, zusätzlich 14.700  für die Aktion „Inselfreund“ der Privathotels Sylt.
Der große Rest, über 889.000 Euro, ermöglicht inzwischen Stiftungserträge, die direkt in aktive Küstenschutzmaßnahmen fließen können.

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