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Freitag, 01. Juli 2022
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Mallorca neu geniessen

Gastronomische Höhepunkte

RESTAURANT PUIG SANTA MAGDALENA

Kurz hinter dem romantischen Ort Inca erhebt sich der Puig Santa Magdalena. Abseits der gängigen Touristenrouten schlängelt sich die Serpentinenstraße auf eine Höhe von 307 Metern. Oben wartet ein fantastischer Panoramablick. Ungehindert kann das Auge über die Region an Mallorcas Ostküste schweifen – vom Raiguer-Gebiet bis zu den beliebten Buchten von Pollenca und Alcudia.

Eine Woche vor Ostersonntag – der Tag wird Diumenge de’l Àngel genannt – ist es hier Tradition, eine Wallfahrt zu unternehmen. Sie führt über einen kleinen Pflastersteinweg den Berg hinauf bis zur nahen Kapelle. Dort oben, in den Wirtschaftsräumen einer ehemaligen Einsiedelei, wartet das Restaurant Puig Santa Maria. Als Markenzeichen wird deftige mallorquinische Küche geboten, natürlich und frisch, und die Hauptzutaten Fleisch und Fisch sind von hervorragender Qualität.

Mallorquinische Gastronomenfamilie

Geführt wird das Restaurant von einer mallorquinischen Gastronomenfamilie aus Inca. Der Patron grillt, schmort, brät und kocht hier selbst. Und das mit Hingabe. Natürlich hat er bei unseren vier Hauptgängen den Garpunkt perfekt getroffen.
Sowohl die Lammschulter, das Chuleton Gallega und das Spanferkel (Cochinillo) waren handwerklich und qualitativ Spitze. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier rundum sehr gut, der Service aufmerksam, der Panoramablick atemberaubend und die Atmosphäre ungekünstelt echt. Alles in Allem: eine absolute Empfehlung.

CANNIBAL CANTINA

Ja, daraus machen wir kein Geheimnis: Hin und wieder schauen wir uns auch auf einschlägigen Gastro-Kanälen nach Neuigkeiten und Anregungen um. Im Februar führte ein kleines Restaurant mit nur 20 Innen- und acht Außenplätzen die Liste an. Es trägt den kuriosen Namen Cannibal Cantina. Allein dies wäre schon Anlass genug, dort hereinzuschauen. Zu finden ist diese gastronomische Perle in Palmas „Ausgeh­viertel“ an der Placa Sant Antoni.

Auch hier hat die Gentrifizierung Einzug gehalten. Wo früher das horizontale Gewerbe und der ein oder andere Drogendealer zu Hause war, sieht man jetzt Neubauten neben aufwändig renovierten und seither teuren Altbauten. Sternekoch Adrian Quetglas hat hier sein Zweitlokal, ein paar Meter weiter findet sich der hippe Gastroplatz Raimundo Clar.

Offene Küche mit Ein- und Durchblick

Das Cannibal wird geführt vom einem Galizier und einem Italiener. Die offene Küche ermöglicht Ein- und Durchblicke und ist schon deshalb sicherlich Teil des großen Erfolges. Die Galizische Küche wird von Jorge perfekt interpretiert. Die Speisenkarte wechselt laufend. Sie besteht in der Regel lediglich aus zehn Gerichten und ein, zwei Tagesvorschlägen. „Es langweilt mich immer das Gleiche zu kochen und unsere vielen Stammkunden würde es auch langweilen. Wir schauen immer, was das Meer und das Land uns an regionalen und saisonalen Produkten bietet. Danach richten wir die Karte aus.“

Miami, Mexiko, München, Mallorca

Barchef Giovanni arbeitete schon in Miami, Mexiko und München. Was er nun auf Mallorca erlebt, hat ihn trotz internationaler Erfahrung überrascht. Und auch die Reaktion des Gastronomen-Doppels war überraschend: „Wir wurden auf einmal überrollt von Gästen, die uns auf Platz eins gesehen haben. Der Ansturm war uns gar nicht so recht, da wir doch wirklich jeden Kunden individuell zufriedenstellen wollen. Unsere Küche ist klein, wir kochen just in time und wollen unseren guten Ruf nicht durch Hektik gefährden. Also schickten wir viele Gäste wieder weg.“

Wie daheim mit Profikoch

Uns war beim Besuch in der Cantina allerdings das Glück hold, uns wurde sogar der beste Platz angeboten. Der liegt direkt gegenüber der offenen Küche. Wir probierten uns durch die gesamte Karte, immer Patron Jorge am Herd im Blick. Mit welcher Leidenschaft und zugleich Ruhe er die einzelnen Gerichte anrichtet und mit welcher Liebe er die Gerichte empfiehlt – es fühlt sich außergewöhnlich an. Die Atmosphäre in der Cantina ist gemütlich. An den Mares-Steinwänden finden sich Moosinseln, die ein perfektes Raumklima schaffen. Der Gast fühlt sich daheim wie bei Freunden. Allerdings inklu­sive Profikoch …

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