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Ein Fachwerkhaus auf den Klippen

Fußball-Nationalspieler Jonas Hofmann ist neuerdings auch Bauunternehmer. Zusammen mit Designer Tom Hapke und Architekt Jochen Lendle realisiert er auf Mallorca mehrere Projekte.

von DAGMAR HAAS-PILWAT

Die spinnen doch. Sind die größenwahnsinnig? Wie kann man nur auf Mallorca ausgerechnet auf den Klippen, direkt in der ersten Reihe ein massives Fachwerkhaus mit 800 Quadratmeter Wohnfläche planen? An solche oder ähnliche erste Reaktionen hat sich Tom Hapke schon gewöhnt, wenn er von seinem neuesten Immobilien-Projekt erzählt. „Wir bauen aber keine Häuser, wir bauen Kunstwerke und jedes ist ein Unikat“, sagt der Designer.

Tom Hapke und Jonas Hofmann

„Wir“ das sind drei Kreativdenker: Zum einen ist da der ideenreiche Tom Hapke, der einst Werkzeugmacher gelernt hat, bevor er Pädagoge, Schlagzeuger, Songschreiber, Filmproduzent wurde und als Quereinsteiger Bauten wie sein Meisterstück, die „Scheune 1887“ entwickelt, um- und aufgebaut hat – mit neuen und alten Materialien, mit runden Türen und Industriefenstern, die er aus einem Bahnhof aus dem Jahre 1888 zweckentfremdet hat. Zum anderen ist da Freund und Geschäftspartner Jonas Hofmann. Der Fußballer aus Mönchengladbach baut sich als Bauunternehmer und Gründer der Immobilienfirma „Big Bang Building“ (BBB) eine Basis auf für die Zeit nach der Profikarriere. Als dritter im Team setzt in Palma der seit 23 Jahren auf Mallorca lebende und erfolgreiche Architekt Jochen Lendle all die Ideen in bewohnbare und individuelle Lebensräume um. Nachhaltig-ökologisches Bauen ist sein Ding.

Das Trio hat vor allem eines im Sinn: Zunächst auf Mallorca Häuser und Wohnkonzepte planen und realisieren für Menschen, die etwas Außergewöhnliches suchen und nicht nur gerade Wände mit viel Glas. „Ich wollte schon länger selbst ein Haus auf Mallorca haben. Diesen Traum habe ich mir jetzt erfüllt: Das Grundstück für das besondere „Fachwerkhaus“ befindet sich in Cala Pí und mein Privathaus entsteht gerade in der Nähe von Alcúdia“, berichtet der Offensivspieler Jonas Hofmann im Interview mit MyiLands.

Dieser Entwurf gibt einen Vorgeschmack auf die kühne Holzkonstruktion des Fachwerkhauses auf den Klippen.
Dieser Entwurf gibt einen Vorgeschmack auf die kühne Holzkonstruktion des Fachwerkhauses auf den Klippen.
So sieht es derzeit auf dem Grundstück an der Küste aus.
Und so sieht es derzeit auf dem Grundstück an der Küste aus.

Auf dem Golfplatz haben sich der 29-Jährige und Tom Hapke kennengelernt. „Es hat sofort zwischen uns gepasst, und ich habe gemerkt, dass mich Architektur und die Immobilienbranche interessieren“, so der Profikicker, der bereits Immobilien und drei Filialen einer Sandwich-Kette besitzt. „Ich habe das Privileg, durch das Geld, das ich derzeit verdiene, mir aussuchen zu können, was ich nach der aktiven Karriere machen will, etwas, das mir Spaß macht. Darum baue ich mir jetzt schon ein weiteres Standbein auf, habe die Firma gegründet und lerne nebenbei Spanisch.“

Vier Grundstücke hat der sympathische Sportler inzwischen auf der Insel gekauft. „Mallorca ist prädestiniert für Luxusprojekte und Fincas“, meint Jonas Hofmann. Das Pilot-Haus, in dem er mit seiner Frau Lena in Zukunft mehrere Wochen im Jahr verbringen möchte („ein Zuhause mit Urlaubsgefühl“), geht in Kürze an den Start: Nicht nur der Bauplatz an der Steilküste im Norden der Insel, vielmehr auch die eigenwillige Konstruktion, die Materialien und die Bauweise, die technische Herausforderung und schlicht die Größe des Objekts sind bemerkenswert. Tom Hapke, der kreative Motor von BBB, erklärt es so: Landläufig heißt es, am Meer sei ein Steinhaus das Mittel der Wahl. Doch Massivholz ist der weitaus ökonomischere und flexiblere Werkstoff. Denn während Sonne, Salz, Wasser und Sand aggressiv sind und den Putz zerfressen, konserviert und versiegelt Salz das Holz. So wie bei Schiffen, die es schon seit Jahrhunderten gibt.“

Die „Scheune 1887“ ist nach den Ideen des Immobilien-Designers Tom Hapke neu entstanden.
Die „Scheune 1887“ ist nach den Ideen des Immobilien-Designers Tom Hapke neu entstanden.
Industriefenster aus einem ehemaligen historischen Bahnhof schmücken die neue alte Scheune.
Industriefenster aus einem ehemaligen historischen Bahnhof schmücken die neue alte Scheune.

Was ist entscheidend für die Form des Hauses? „Es ist immer zuerst das Grundstück, der Genius loci, die Inspiration des Ortes“, erklärt Jochen Lendle. So wundert es nicht, dass die Entwürfe für das erste eigene Domizil, das Jonas Hofmann auf den Klippen realisiert, einem Schiffsrumpf ähnelt. Es wird gigantisch und imposant, die Formen außen und innen ergonomisch fließend und fantasievoll – außergewöhnlich – eben ein Unikat. „Wenn wir ehrlich sind, sollte ein Zuhause immer die Summe aller schönen und erlebten Dinge oder erträumten Phantasien im Leben darstellen. Damit meine ich nicht, wieviel Geld man verdient hat“, sagt Tom Hapke. „Deswegen bin ich oft erstaunt, dass Menschen eine 30 Millionen Euro teure Villa toll finden, die eigentlich nur aus Quadraten mit viel Glas besteht. Auf den ersten Blick haut einen das vielleicht um, aber auf den zweiten und dritten Blick ist es meist nur der Ausblick aus dem Haus, weil die Lage und der Meerblick top sind.“

Das Team jedenfalls ist sich einig: Die Drei wollen sich von den Grundlagen des modernen Baustils abheben; anstelle von Null-Acht-Fünfzehn-Lösungen Konzepte umsetzen, die man nicht täglich sieht; Lebensräume kreativ erschaffen, die ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzen. Lebensraum bieten, der nicht nur schön ist, sondern auch eine Art Seelenfrieden schenkt. Die traumhafte Insel Mallorca ist für uns wie gemacht dafür – davon sind der Fußballer, der Architekt und der Designer überzeugt.

www.bigbangbuilding.com | „Scheune 1887“ (YouTube)

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