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Größtes Reetdach Europas

Lanserhof Sylt – Das 100-Millionen-Projekt in der Gemeinde List nimmt weiter Formen an

von Dagmar Haas-Pilwat

Im November vor drei Jahren wurde der erste Spatenstich gefeiert. Vor wenigen Wochen war das Richtfest, und spätestens im Herbst 2021 soll eines der auf Sylt umstrittensten Groß-Projekte eröffnen – der Lanserhof als Health Resort. Auf einer ehemaligen Marine-Station entsteht derzeit etwas Riesiges: 20 000 Quadratmeter groß ist das Areal, auf dem für mehr als 100 Millionen Euro ein neuer Lanserhof mit 68 Zimmern und angeschlossener Klinik unter der architektonischen Leitung des international renommierten Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven wächst.

V.L.N.R.: Beim Richtfest: Architekt Christoph Ingenhoven, Miteigentümer Kommerzialrat Anton Pletzer, Bürgermeister Gemeinde List, Ronald Benck, Lanserhof Group CEO, Christian Harisch, Miteigentümer Stefan Rutter, Miteigentümer Johannes B. Kerner. © ingenhoven architects
V.L.N.R.: Beim Richtfest: Architekt Christoph Ingenhoven, Miteigentümer Kommerzialrat Anton Pletzer, Bürgermeister Gemeinde List, Ronald Benck, Lanserhof Group CEO, Christian Harisch, Miteigentümer Stefan Rutter, Miteigentümer Johannes B. Kerner. © ingenhoven architects

Es wird ein Haus der Superlative: Allein das Reetdach über sechs Gebäude wird einmal 8500 Quadratmeter umfassen und damit – so der österreichische Unternehmer und Eigentümer Christian Harisch – das größte in Europa sein. Im Hinblick auf Baukosten im Verhältnis zum Zimmerpreis ist das Health Resort auch das teuerste Hotel der Insel und Europas.

Das ehemalige Offiziersheim aus den 1930er Jahren wird als Mittelpunkt des Ensembles umgebaut. Dieses Bestandsgebäude mit reetgedecktem Dach dient als Vorbild für die weiteren Anlagen am Lister Watt. Demnach werden alle Neubauten als gestalterische Besonderheit mit überhängenden Reetdächern ausgestattet.

Es sei das größte Projekt in der Geschichte seines Unternehmens, betont der Eigentümer, aber sicher auch eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte Sylts. Allein 80.000 Kubikmeter Sand wurden abgetragen und für den Küstenschutz auf der Insel eingesetzt.

Die Loggien im Reetdach des Haupthauses bieten Sicht- und Windschutz für den privaten Außenraum zu jedem Zimmer. © ingenhoven architects / Alexander Schmitz
Die Loggien im Reetdach des Haupthauses bieten Sicht- und Windschutz für den privaten Außenraum zu jedem Zimmer. © ingenhoven architects / Alexander Schmitz

Das neue Luxushaus liegt zwischen den Dünen auf einer der höchsten Erhebungen der Insel, von dem aus man das Meer und das Watt sehen kann und einen Rundblick über den Lister Hafen und das angrenzende Landschaftsschutzgebiet hat. Die achtsame Einbindung der Architektur in die umgebende Dünenlandschaft sei ein zentrales Anliegen dieses Bauprojekts, um die geschützte Landschaft und die Tierwelt nicht zu beeinträchtigen, heißt es in offiziellen Statements.

Es galt – so Architekt Christoph Ingenhoven – ein nachhaltiges und gesundes Gebäude zu schaffen, in dem der Gast im Einklang mit der Natur neue Kraft und Energie tanken kann. Naturbelassene Materialien, harmonische und schlichte Räume sind nach Ansicht des Architekten die Bausteine einer gesundheitsfördernden Architektur. Ausschließlich ausgewählte Werkstoffe wie Dämm-Material, Lacke und Farben sollen verwendet werden, die ökologisch und gesundheitlich geprüft sind. Die Gebäudearchitektur gibt sich reduziert und zeigt sich mit eleganten Formen und dezenten Farben. Loggien im Reetdach bieten Sicht- und Windschutz für den privaten Außenraum für jedes Zimmer.

Die Gebäudearchitektur gibt sich reduziert und zeitlos © ingenhoven architects
Die Gebäudearchitektur gibt sich reduziert und zeitlos © ingenhoven architects

Fest steht: Nirgendwo dürfte man so luxuriös und für so viel Geld so wenig zu essen bekommen wie hier, wo es auch ums Entschlacken geht, ums Fasten und Zu-sich-Kommen, schrieb kürzlich das Handelsblatt. Selbstkasteiung auf höchstem Niveau: Für den empfohlenen Zwei-Wochen-Aufenthalt sei selbst das einfachste Zimmer nicht unter 10.000 Euro zu haben – und das ohne eine einzige Anwendung.

Nikolas Häckel, Bürgermeister der Gemeinde Sylt, sagt denn auch: „Tourismus ist natürlich die Leitkultur unserer Insel. Strategisch ist für uns da aber auch längst klar: Qualität geht vor Quantität.“ Genau das bietet der Lanserhof Sylt: Luxus für wenige – und natürlich Steuereinnahmen.

Dr. Jan Stritzke lebt auf Sylt.
Dr. Jan Stritzke lebt auf Sylt.

Unter der ärztlichen Leitung von Dr. Jan Stritzke, dem ehemaligen Chefarzt der Kardiologie in der Asklepios Nordseeklinik Westerland, wird das Angebot neben klassischen Check-Ups und individuellen Therapien, auch ein MRT und ein CT umfassen, den einzigen auf der Insel. Ergänzend zum naturheilkundlichen Ansatz, liegt der Fokus auf der kardiologischen Rehabilitation. Rund 5000 Quadratmeter sind nur für die Behandlungen und die medizinische Versorgung vorgesehen. Geplant ist zudem ein großzügiger Spa-Bereich mit Saunen, Dampfbädern, Ruhebereich und In- und Outdoor-Pool, der windgeschützt und mit Sonnenterrasse versteckt in den Dünen liegt.

Lanserhof Sylt Restaurant © Bloomimages
Lanserhof Sylt Restaurant © Bloomimages

Sylt biete dem Lanserhof die perfekten Voraussetzungen als neue Destination: eine ganz spezielle Umgebung, eine faszinierende Natur und ein außergewöhnliches Schonklima, was es so nirgends gibt. Temperaturausschläge, wie es sie zuletzt häufiger gegeben hat, gibt es auf der Insel nicht. Außerdem harmoniere das Lans Med Concept gut mit dem Rhythmus der Insel, betont der ärztliche Klinik-Leiter. Dieser ist zwar nicht auf Sylt geboren, aber die Insel „ist meine Heimat. Mein Großvater war hier Lehrer. Meine Frau ist die einzige Neurologin auf der Insel. Meine ganze Familie lebt dort.“

Der Lanserhof auf Sylt ist der dritte nach dem Original in Lans bei Innsbruck und der ebenfalls von Christoph Ingenhoven gebauten Klinik am Tegernsee. Seit rund zehn Jahren führt der Tiroler Christian Harisch die Lanserhof Gruppe als CEO. In diese Zeit fiel auch die Expansion nach Deutschland (Lans Medicum und Lans Cardio in Hamburg) und Großbritannien (Lanserhof at The Arts Club London).

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